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Rheinland

151 x Rheinland – Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Highlights – Architektur, Kulturdenkmäler und Natur - Schlösser, Museen und 4 x Weltkulturerbe am Rhein zwischen Schloss Bensberg und Bingen mit Köln, Bonn, Siebengebirge, Eifel, Ahr und Nürburgring.


   


Burg Trips
© Bild - Albert Speeman



© Orth-Haus

Burg Trips

Heimatburg des berühmten Rennfahrers Wolfgang Graf Berghe von Trips – beheimatet heute phantastische Altersruhesitze...

   

 

Der Schlossvogt zu Trips Der Schlossherr von Trips war mit anderen Rittern zu einem Kreuzzug ins Heilige Land aufgebrochen. Seine Angehörigen hatten schon jahrelang keine Nachricht mehr von ihm erhalten. Familie und Besitz hatte der Schlossherr in der Obhut eines vermeintlich treuen Schlossvogtes zurückgelassen. Je länger aber die Zeit währte, da man ohne ein Lebenszeichen des Herrn blieb, desto finsterer wurden die Pläne des scheinbar aufrechten Dieners. Inzwischen verbreitete sich die Auffassung, der Herr sei im Kampf gegen die heidnischen Türken gefallen. Die Gattin des Schlossherrn ließ in ihrer tiefen Frömmigkeit und ängstlichen Sorge täglich in der Schlosskapelle eine Messe lesen. Die ungezwungene Fröhlichkeit der Herrin verwandelte sich allmählich in Traurigkeit und Melancholie. Immer mehr wurde sie bedrängt von den unverschämten Annäherungsversuchen des unlauteren Vogtes. Im Gegensatz dazu stand das Verhalten eines Edelknaben, der seiner Herrin treu ergeben war. In einer dunklen Herbstnacht, als die Stürme mit unheimlichem Getöse über die alten Schlossmauern dahinrasten, versuchte der ruchlose Schlossvogt, einen teuflischen Plan durchzuführen, indem er seiner Herrin nach dem Leben trachtete.

 

 

Er wurde von dem jungen, wachsamen Edelknaben überrascht, der seine Treue mit dem Leben bezahlen musste. Der bei seiner Tat ertappte Schlossvogt schlug dem Edelknaben mit seinem Schwert das Haupt ab und warf die Leiche in den Schlossteich. Im fahlen Licht der Morgendämmerung entdeckte das Gesinde den ermordeten Pagen der Schlossherrin auf der Umfassungsmauer des Schlossteiches sitzend. In seinen weißen, durchscheinenden Händen hielt er zum Entsetzen der Schlossbewohner sein abgeschlagenes Haupt. Als auch der treulose Schlossvogt die Erscheinung sah, wurde er im gleichen Augenblick von einer unerklärlichen Unruhe erfasst, wirr fluchend und redend, war er schließlich dem Wahnsinn nahe und stürzte sich an der gleichen Stelle, wo der Jüngling zuletzt gesehen wurde, in die dunklen Fluten des Schlossgewässers. Von der gleichen Stunde an wurde die leichenblasse Gestalt des toten Jünglings nicht mehr gesehen. Es währte nicht lange, da kehrte der vermeintlich verschollene Schlossherr mit seinen Getreuen aus dem Heiligen Land zurück und schloss in herzlicher Freude seine treue Gattin in die Arme. Ein großes Freudenfest auf dem Schlosse besiegelte die glückliche Heimkehr.
Diese von mir getroffene Auswahl entstammt der Schriftenreihe "Museumsschriften des Kreises Heinsberg" Nr.7, "Geilenkirchen - Aus der Geschichte einer Stadt", Kapitel IV "Heimische Sagen und Erzählungen" 1986

151 Sehenswuerdigkeiten im Rheinland

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